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Das Coronavirus und seine rechtlichen Folgen

28. März 2020

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Mobile First Indexing in spätestens einem Jahr und was das bedeutet.

GESCHRIEBEN AM 3. MÄRZ 2020 VON SABINE MÖLLER

Lange wurde es angekündigt, jetzt zeichnet sich die Umsetzung ab: In den nächsten sechs bis zwölf Monaten setzt Google vollständig auf Mobile First. Das geht aus Meldungen hervor, die Webseitenbetreiber über die Google Search Console erhalten, wenn es Probleme bei der Auslieferung der Webseite für mobile Endgeräte gibt. 

Die Mitteilung erhält man, wenn Google Probleme damit hat, die mobile Version einer Website zu indexieren. Wer die Probleme nicht behebt, läuft Gefahr, dass Webseite und Bilder nicht mehr in den Suchergebnissen auftauchen. Und das wäre wirklich bitter. Darum raten auch wir dazu, aktiv zu werden, damit hart erarbeitete Rankings in den Suchergebnissen nicht wieder verloren gehen.

Wenn Google auf Mobile-First-Indexing umgestellt hat, dann nutzt die Suchmaschine ausschließlich Inhalte aus der mobilen Version einer Webseite. Inhalte, die für mobile Endgeräte nicht bereitstehen, werden dann schlichtweg missachtet. Den Schritt zur Mobile-First-Strategie geht Google, um dem Nutzerverhalten von Usern gerecht zu werden.

Was muss man jetzt tun?

Erst einmal lohnt der Blick in die Search Console. Wenn es Fehler mit der mobilen Version geben würde, würde man das dort sehen.

Schon seit einiger Zeit wird Responsive Design immer wichtiger, weil es die Nutzerfreundlichkeit erhöht. Auch Google bewertet Responsive Design positiv, denn die Suchmaschine erkennt so, dass es sich nicht um Duplicate Content, sondern um einzigartigen Inhalt handelt.

Für die mobile Nutzerfreundlichkeit sind Ladezeiten enorm wichtig. Das gilt aber nicht nur für die Startseite, sondern auch für Unterseiten. Sind auf den Seiten Inhalte, die in der Desktop-Version zwar schnell laden, in der mobilen Version aber zu lange brauchen, um sichtbar zu werden, sinkt das Nutzererlebnis. Daher sollte in der mobilen Version einer Webseite für alle Seiten gecheckt werden, ob gewisse Inhalte und Objekte nicht in einer anderen Qualität angeboten werden müssten. Vielleicht erübrigen sich auch die einen oder anderen, schließlich muss die mobile Website nicht 1:1 der Desktop-Version entsprechen.

Verlinkungen mit separaten mobilen URLs müssen nicht geändert werden. Auch Alternate- und Canonical-Links können bestehen bleiben. Nur, wenn es mehrsprachige Inhalte gibt, sollten die Hreflang-Links überprüft werden. Mobile- und Desktop-Links sollten getrennt voneinander betrieben werden, schreibt t3n dazu.

Wer testen möchte, ob die Seite bereits optimiert ist, der kann das mit dem Google-eigenen Tool herausfinden.

Neue Linkattribute wirken sich bald auf Rankings aus

VON JOCHEN MOSCHKO FEB 26, 2020

Ab dem 1. März sollen sich die neuen Linkattribute „sponsored“ und „ugc“ auf die Rankings bei Google auswirken. Sie ergänzen die Attribute „follow“ und „nofollow“. Die neuen Attribute wurden im vergangenen September vorgestellt (wir berichteten).

Sie stehen für gesponsorte Links („sponsored“) und nutzergenerierte Inhalte („ugc“ = „User Generated Content“). Mit ihrer Hilfe soll Google den Kontext einer Verlinkung noch besser erkennen können. Die verschiedenen Attribute können sogar kombiniert werden, beispielsweise in „ugc sponsored“. Man kann auch „nofollow“ mit einbeziehen und einen Link zum Beispiel auf „nofollow ugc“ setzen. Dies würde Google anweisen, dem Link nicht zu folgen, erlaubt es aber gleichzeitig den Charakter der verlinkten Seite einstufen zu können.

Die neuen Linkattribute stellen eine Ergänzung zu den Attributen „follow“ und „nofollow“ dar. Gesponsorte Links sollten bisher auf „nofollow“ gesetzt werden. Zu den Farben Schwarz und Weiß sind mit den neuen Attributen nun sinnbildlich gesehen auch Grautöne dazugekommen.

Die neuen Attribute werden bereits seit September von Google erfasst, sollen sich aber erst ab dem Monatsbeginn auf die Rankings auswirken.

Muss ich nun alle Linkattribute anpassen?

Auf wessen Seiten sich gesponsorte Links befinden, die auf „nofollow“ stehen, ist auf der sicheren Seite und muss nicht zwingend aktiv werden. In diesem Fall ist es nicht erforderlich, dass nun all diese Links angepasst werden. Wer diese Linkattribute anpassen möchte, kann das auch im Zuge der nächsten Überarbeitung seiner Website tun.

Auf wessen Website sich nutzergenerierte Inhalte befinden (Foren, User-Blogs usw.), kann jedoch davon profitieren, seine internen Verlinkungen dorthin auf „ugc“ zu setzen, sofern sie aktuell noch auf „nofollow“ stehen.

Wir sind gespannt, wie sich diese Änderungen auf zukünftige Rankings auswirken werden. Davon profitieren dürften in erster Linie Seiten, auf die gesponsorte Links zeigen sowie Websites mit nutzergenerierten Inhalten. Sie kamen im Hinblick auf Backlinks bislang häufig zu kurz, weil viele der eingehenden Links auf „nofollow“ gesetzt waren.

Bild: Joshua Golde / unsplash.com